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DLSS 5-Mod senkt Rendering-Last auf breiten Ultrawide-Monitoren

Redactie · 26. Oktober 2026

Gaming

Mehr fps, indem nicht jeder Bildschirmbereich gleich detailliert verarbeitet wird: Das ist die Idee hinter FoveatedDLSS5. Dieses experimentelle ReShade-Add-on des Modders maximedgoulet reduziert die Last von DLSS 5 Neural Rendering an den Bildrändern. Vor allem auf sehr breiten Monitoren kann das Vorteile bringen, allerdings stammt der gemeldete Leistungsgewinn bislang aus nur einem Spiel.

Weniger Rechenaufwand außerhalb der Bildmitte

FoveatedDLSS5 nutzt ein Prinzip, das auch bei VR zum Einsatz kommt: Foveated Rendering. Die Bildmitte behält die volle Auflösung für Neural Rendering bei, während die Verarbeitung zu den Rändern hin mit geringerer Auflösung erfolgt. Dort nimmt das periphere Sehen in der Regel weniger Details wahr.

Mit den Standardeinstellungen verarbeitet Neural Rendering auf einem Bildschirm mit 7680 × 2160 dadurch etwa 71% der ursprünglichen Pixelzahl. Dieser Prozentsatz bezieht sich ausdrücklich auf diesen Verarbeitungsschritt, nicht auf den gesamten Rendering-Aufwand des Spiels. Er lässt sich daher nicht direkt in einen gleich hohen prozentualen Anstieg der Bildrate umrechnen.

Von 49 auf etwa 80 fps

Der Entwickler berichtet auf Reddit, dass The Witcher 3 mit der Mod statt 49 etwa 80 fps erreichte. Getestet wurde mit einer GeForce RTX 4090, einer Auflösung von 7680 × 2160 und 2x Multipass. Das entspricht einem Plus von über 60%, beruht aber auf einer eigenen Messung des Entwicklers und nicht auf einem breit angelegten, unabhängigen Benchmark.

  • 7680 × 2160: Mit den Standardeinstellungen bleiben rund 71% der Pixel für Neural Rendering übrig.
  • 4K: Mit den Standardeinstellungen werden noch 93% der Pixel verarbeitet.
  • 3440 × 1440: Die Mod deaktiviert sich mit den Standardeinstellungen selbst.
  • Anpassbar: Nutzer von 16:9- und 21:9-Bildschirmen können den zentralen Bereich verkleinern, um an den Rändern mehr Rechenaufwand einzusparen.

Der auffällige Leistungsgewinn bei 7680 × 2160 lässt sich somit nicht auf jeden Monitor übertragen. Die Größe des zentralen Bereichs bestimmt, wie viel Spielraum bleibt, um die Qualität an den Rändern zu reduzieren.

Experimentell und nicht überall nutzbar

Das Add-on ist eine Vorabversion und wurde bislang in einem Spiel getestet. Zudem funktioniert es nur, wenn Neural Rendering nach dem Upscaling ausgeführt wird. Eine Kombination mit dem sogenannten Neural-Upstream-Trick ist deshalb nicht möglich.

Auch zur verwendeten Grafikkarte gibt es eine Einschränkung. DLSS 5 unterstützt offiziell nur die RTX 50-Serie; Unterstützung für die RTX 40-Serie ist geplant, hat aber noch keinen Termin. Das Ergebnis auf der RTX 4090 wurde mit einer angepassten DLL erzielt. Außerdem musst du mit weicheren Details an den Rändern und einem kurzzeitigen Flackern rechnen, wenn du die Foveation-Schieberegler anpasst.

Was bedeutet das für dich?

Wenn du einen sehr breiten Monitor hast und gerne mit Rendering-Einstellungen experimentierst, bietet die Mod einen interessanten Kompromiss zwischen Bildqualität und Geschwindigkeit. Bei einem typischen 4K- oder 3440 × 1440-Setup fällt der Vorteil mit den Standardeinstellungen deutlich geringer aus. Unser Rat: Prüfe vor allem, ob dich die weicheren Ränder beim Spielen stören, und mache einen Grafikkartenkauf nicht von diesem einzelnen Mod-Test abhängig.

Quelle: TechPowerUp