Tests · Randapparatuur
be quiet! Dark Perk Ergo im Test
Maurice De Pauw · 5. November 2026

Einleitung
be quiet! kennen wir vor allem für leise Netzteile, Kühler und Gehäuse. Mit der Dark Perk steigt die deutsche Marke erstmals in die Welt der Gaming-Mäuse ein – und meint es gleich ernst. Es gibt zwei Varianten: die symmetrische Dark Perk Sym und die Dark Perk Ergo, die wir uns hier ansehen. Die Ergo hat eine ausgeprägte Rechtshänderform, wiegt nur 55 Gramm und ist mit dem PixArt PAW3950 ausgestattet, derzeit einem der besten Sensoren auf dem Markt. Kann ein Neuling auf Anhieb mit den etablierten Namen mithalten? Finden wir es heraus 🙂 .

Technische Daten
- Sensor: PixArt PAW3950, bis zu 32.000 DPI
- Polling-Rate: bis zu 8.000 Hz, kabellos und kabelgebunden
- Switches: optische Omron D2FP-FN2
- Gewicht: 55 Gramm
- Akku: bis zu 110 Stunden (bei 1.000 Hz)
- Verbindung: 2,4 GHz kabellos und USB-C (ummanteltes Kabel mit 1,8 m Länge)
- Gleitfüße: 100% PTFE mit abgerundeten Kanten
- Software: be quiet! IO Center (App und Web)
Design und Ergonomie
Wenn man die Dark Perk Ergo in die Hand nimmt, fällt zuerst ihr geringes Gewicht auf. 55 Gramm sind leicht, gerade für eine ergonomische Maus, und be quiet! erreicht das ohne Lochmuster im Gehäuse. Die Maus fühlt sich dabei stabil an: Auch bei etwas kräftigerem Zupacken knarzt nichts. Die Oberfläche ist mattschwarz und dezent – genau so, wie man es von be quiet! erwartet.
Die Form fällt nach rechts ab und hat hinten einen deutlichen Buckel, auf dem die Handfläche aufliegt. Im Palm- und Claw-Grip liegt sie sehr natürlich in der Hand. Wer kleine Hände hat und den Fingertip-Grip nutzt, könnte das Heck allerdings als etwas zu hoch empfinden. Linkshänder gehen bei dieser Variante leider leer aus; für sie gibt es die Dark Perk Sym.

Auf der linken Seite sitzen zwei Daumentasten, die gut erreichbar sind, ohne den Daumen umsetzen zu müssen. Sie haben einen klaren Druckpunkt und genügend Abstand zueinander, damit man nicht versehentlich die falsche Taste erwischt. Die PTFE-Gleitfüße mit abgerundeten Kanten sorgen für geschmeidiges Gleiten, sowohl auf Stoff- als auch auf Hybrid-Mauspads.
Sensor und Leistung
Mit dem PAW3950 ist man bestens aufgestellt. Das Tracking ist präzise und vorhersehbar, auch bei schnellen Flicks in Shootern wie Counter-Strike 2 und Valorant. Spin-outs oder Jitter konnten wir nicht feststellen. 32.000 DPI sind in der Praxis übertrieben, zeigen aber, dass die Hardware nicht der limitierende Faktor ist.
Der Nordic nRF54H20-Chip ermöglicht 8.000 Hz Polling, auch kabellos. In schnellen Spielen fühlt sich die Maussteuerung dadurch noch einen Tick direkter an. Ob man das tatsächlich bemerkt, hängt vom Monitor und vom eigenen Spielniveau ab: Mit einem Bildschirm ab 240 Hz ist der Unterschied spürbar, darunter bleibt es vor allem eine Zahl auf dem Papier.
Die optischen Omron-Switches klicken knackig und recht leise. Typisch be quiet!: nicht lautlos, aber deutlich leiser als die meisten Gaming-Mäuse. Schnelle Klickfolgen gelingen mühelos, und verschleißbedingte Doppelklicks gehören bei optischen Switches der Vergangenheit an.

Akku und Software
be quiet! verspricht bis zu 110 Stunden Akkulaufzeit bei 1.000 Hz – für eine Maus mit 55 Gramm ist das beeindruckend. In unserer Testwoche mussten wir sie kein einziges Mal aufladen. Stellt man die Polling-Rate auf 8.000 Hz, leert sich der Akku allerdings deutlich schneller; dann sollte man eher mit ein paar Tagen intensivem Gaming rechnen. Zum Glück lässt sich mit dem mitgelieferten Kabel während des Ladens einfach weiterspielen.
Über das IO Center, als App oder direkt im Browser, lassen sich DPI-Stufen, Polling-Rate, Tastenbelegung und Lift-off-Distance einstellen. Die Software ist übersichtlich und tut, was sie soll, ohne überflüssigen Schnickschnack. Praktisch ist, dass die Webversion ohne Installation funktioniert.
Was bedeutet das für dich?
Suchst du eine leichte, ergonomische kabellose Maus mit Spitzenleistung und langer Akkulaufzeit, gehört die Dark Perk Ergo auf deine engere Auswahlliste. Bist du Linkshänder oder spielst lieber mit einer symmetrischen Form, solltest du dir die Dark Perk Sym ansehen.
Fazit
Für die erste Gaming-Maus hat be quiet! überraschend viel richtig gemacht. Die Dark Perk Ergo ist leicht, stabil gebaut und bietet einen Topsensor, echtes 8K-Polling sowie eine Akkulaufzeit, von der viele Konkurrenten nur träumen können. Die Form passt nicht zu jedem, und bei 8.000 Hz nimmt die Akkulaufzeit deutlich ab. Das sind allerdings kleinere Einschränkungen bei einer ansonsten sehr rund abgestimmten Maus. Ein starkes Debüt.
Fazit
Empfehlenswert – starke Wahl in seiner Klasse.
Pro
- Sehr leicht (55 Gramm) und dennoch stabil
- Topsensor PixArt PAW3950
- 8.000 Hz Polling, auch kabellos
- Bis zu 110 Stunden Akkulaufzeit
- Leise, knackige Omron-Switches
Contra
- Nur für Rechtshänder geeignet
- Akkulaufzeit sinkt bei 8.000 Hz deutlich
- Heck für kleine Hände etwas hoch
