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Test: OPPO Reno 12 Pro

Steven van Eijk · 2. Oktober 2024

Test: OPPO Reno 12 Pro

Einführung zum OPPO Reno 12 Pro

Das OPPO Reno 12 Pro und sein kleiner Bruder Reno12 setzen stark auf generative KI. Der chinesische Hersteller nutzt dabei Funktionen wie ‘AI Best Face’, um Gruppenfotos zu optimieren. Für Smartphone-Hersteller kommt generative KI zu einem günstigen Zeitpunkt, da Nutzer ihre Geräte immer länger behalten. Diese Technologie ist nämlich häufig nicht mit älteren Modellen kompatibel – entweder fehlt eine Neural Processing Unit oder der Zugang zur KI in der Cloud wird für ältere Generationen gesperrt. Wer von den neuesten KI-Extras profitieren möchte, muss bereit sein, mehr zu bezahlen. Es überrascht daher nicht, dass Oppo ebenso wie Samsung und Google kräftig in KI investiert. Das Oppo Reno12 Pro bietet sowohl von Google entwickelte KI-Funktionen als auch eigene Varianten von Funktionen, die Google anbietet.

Technische Daten

Displaygröße 6.7 inch
Auflösung 2412×1080
Displaytyp Amoled
Pixeldichte 394 ppi
Bildwiederholrate 120 Hz
Glastyp Gorilla Glass Victus 2
Always-on-Display

Ja

Tastaturtyp Touchscreen

Prozessor und Speicher

Chipsatz Mediatek Dimensity 7300 Energy
CPU ARM Cortex A78 & Cortex A55
CPU-Kerne Octa Core
CPU-Takt 2.50GHz
Grafikchip ARM Mali G615-MC2
Arbeitsspeicher 12 GB
Interner Speicher 256GB
Erweiterbarer Speicher

Ja

Maximale Speichererweiterung microSD bis 1TB

Rückkamera

Anzahl der Objektive 3
Kamera 1 – Megapixel 50 MP
Kamera 1 – Blende F/1.8
Kamera 1 – Autofokus

Ja

Kamera 1 – Bildstabilisierung

Ja

Kamera 1 – Digitalzoom

Ja

Kamera 1 – Optischer Zoom

Nein

Videoauflösung 3840 x 2160 (4K)
Video-Bildrate 30fps
Blitz

Ja

Blitztyp Dual LED
Kamera 2 – Objektivtyp Teleobjektiv
Kamera 2 – Megapixel 50 MP
Kamera 2 – Blende F/2.0
Kamera 2 – Bildstabilisierung

Nein

Kamera 2 – Optischer Zoom

Ja

Kamera 3 – Objektivtyp Weitwinkelobjektiv
Kamera 3 – Megapixel 8 MP
Kamera 3 – Blende F/2.2
Kamera 3 – Bildstabilisierung

Nein

Kamera 3 – Optischer Zoom

Nein

Frontkamera

Anzahl der Objektive 1
Kamera 1 – Megapixel 50 MP
Kamera 1 – Objektivtyp Standard
Kamera 1 – Blende F/2.0
Kamera 1 – Autofokus

Nein

Kamera 1 – Videoauflösung 3840 x 2160 (4K)

Audio

3,5 mm Kopfhöreranschluss

Nein

Bluetooth-Stereo (A2DP)

Ja

Lautsprecher Stereo

Akku

Austauschbar

Nein

Kapazität 5000 mAh
Typ Lithium-Polymer
Kabelloses Laden

Nein

Schnellladen

Ja

Maximale Ladeleistung 80 watt
Umgekehrtes Laden

Ja

Gehäuse

Länge 161.5 mm
Breite 74.8 mm
Dicke 7.4 mm
Gewicht 180 gram
Gehäusematerial Kunststoff
Staubdicht

Ja

Spritzwassergeschützt

Ja

Wasserdicht

Ja

IP-Schutzklasse IP65
MagSafe

Nein

Faltbar

Nein

SIM-Kartentyp Nano-SIM
eSIM

Nein

Dual-SIM

Ja

Typ der zweiten SIM-Karte Nano-SIM

Betriebssystem und Update-Politik

Betriebssystem (zum Marktstart) Android 14
Erwartete Anzahl an OS-Updates 3
Sicherheitsupdates bis 2028 (voraussichtlich)
Benutzeroberfläche ColorOS

Konnektivität

2G (edge, gprs)

Ja

3G (hspa, hspa+, hsdpa, hsupa, umts)

Ja

4G (lte)

Ja

4G+ (lte advanced)

Ja

5G

Ja

Frequenzbereich 800, 850, 900, 1800, 1900, 2100, 2600 MHz
WiFi

Ja

WiFi-Standard Wi-Fi a/b/g/n/ac (Wi-Fi 1,2,3,4,5)
5GHz-Unterstützung

Ja

NFC

Ja

Bluetooth Bluetooth 5.3
Infrarot

Ja

Anschluss USB-C

Sensoren

GPS

Ja

Beschleunigungssensor

Ja

Gyroskop

Ja

Näherungssensor

Ja

Kompass

Ja

Barometer

Nein

Herzfrequenzsensor

Nein

Fingerabdruckscanner

Ja

Gesichtserkennung

Ja

Allgemeines

Herstellergarantie 1 Jahr
Erscheinungsdatum 18. Juni 2024

Generative KI steht beim Reno 12 Pro im Mittelpunkt

Oppo reno 15 pro
Oppo reno 15 pro

Wie üblich stellt das Unternehmen zwei Modelle vor: eine Premium- und eine günstigere Version. Beide Geräte sind mit zahlreichen KI-Funktionen ausgestattet. Dazu gehört ‘AI Eraser’, eine Variante von Googles Magic Eraser, mit der sich unerwünschte Personen und Objekte ganz einfach aus Fotos entfernen lassen. Wie bei Magic Eraser kann dies auch automatisch geschehen. Darüber hinaus führt Oppo nach dem Vorbild von Googles ‘Best Take’ die Funktion ‘AI Best Face’ ein. Statt mehrere Gruppenfotos zu einem perfekten Bild zu kombinieren, auf dem alle in die Kamera schauen, erkennt AI Best Face geschlossene Augen und ersetzt sie durch offene. Klingt doch nicht unheimlich, oder? Der feine Unterschied: ‘Best Take’ setzt ein Foto aus vorhandenen Aufnahmen zusammen, während ‘Best Face’ die Inhalte per Algorithmus generiert. Wir sind gespannt, wie dabei mit Details wie der Augenfarbe umgegangen wird…

Und noch mehr KI-Funktionen..

Hinzu kommt ‘AI Clear Face’, das Details wie Gesichtskonturen, Haare und Augenbrauen verbessert. Selbst Personen, die weiter von der Kamera entfernt stehen, werden dadurch im fertigen Bild scharf dargestellt. Weniger realistisch ist ‘AI Studio’: Damit lässt sich aus einem Foto ein digitaler Avatar oder ein Bild in einem ‘künstlerischen Porträtstil’ erstellen. Obwohl es inzwischen viele kostenpflichtige Apps für solche Funktionen gibt, scheint Oppo sie (vorerst!) kostenlos anzubieten.

Neben der Foto-KI verfügt das Oppo Reno12 Pro auch über ein großes Sprachmodell für generative Sprach-KI: Google Gemini. Dieses Modell bildet das Herzstück der Oppo AI Toolbox, die über eine ‘intelligente Seitenleiste’ mit Werkzeugen wie AI Writer, AI Speak und AI Summary erreichbar ist. Auch die Recorder-App bietet eine Funktion namens AI Recording Summary, die Audioaufnahmen automatisch in Text umwandelt – ähnlich wie die Google Recorder-App auf Pixel-Smartphones.
In den Bedingungen wird darauf hingewiesen, dass nicht alle KI-Funktionen direkt zum Marktstart verfügbar sein werden. Welche Funktionen per ‘Over-the-Air-Update’ nachgereicht werden, ist derzeit noch nicht bekannt. Außerdem ist für die Nutzung der KI-Funktionen eine Internetverbindung erforderlich, da sie nicht lokal auf dem Gerät ausgeführt werden. Zusätzlich kann ein Oppo-Konto notwendig sein.

Was du über das OPPO Reno12 Pro wissen solltest

Um gleich auf den Punkt zu kommen: Das OPPO Reno 12 Pro ist günstiger als sein “Bruder” und bietet eine Leistung, die mit der von Premium-Smartphones vergleichbar ist. Laut Oppo sind diese Modelle in den Niederlanden sehr beliebt.
Das Gerät besitzt ein 6,7-inch-OLED-Display mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz, das für flüssige Darstellungen sorgt. Es lässt sich auch bei Regen oder mit nassen Händen bedienen – eine Funktion, die Oppo ‘Splash Touch’ nennt. Darüber hinaus ist das Gerät nach IP65 gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Das Reno12 Pro setzt auf robustes Victus 2-Glas. Ein Aluminiumrahmen sorgt bei beiden Geräten für zusätzliche Stabilität.
Auch beim Prozessor ist das Gerät gut aufgestellt: Verbaut ist ein MediaTek Dimensity 7300-Energy-Prozessor, der speziell für Oppo entwickelt wurde. Dieser Chipsatz arbeitet energieeffizient und wird in einem fortschrittlichen Fertigungsverfahren hergestellt. Die Hauptkamera nutzt den Sony LYT-600-Sensor, bei dem jeder Pixel zur Fokussierung beiträgt. Das ermöglicht einen sehr schnellen Autofokus. Außerdem gibt es einen Porträtmodus mit 2x Zoom, vermutlich einen Crop-Zoom. Das Reno12 Pro bietet zusätzlich eine separate 50-Megapixel-Porträtkamera mit 2x optischem Zoom und eine 50-Megapixel-Selfiekamera.
Beim Laden unterstützt das Gerät ‘SuperVooc’ mit 80 watt, womit der Akku in rund 45 Minuten vollständig geladen ist. Interessant ist auch, dass Oppo KI zur Verbesserung des Netzempfangs einsetzt. Beide Geräte besitzen 9 Antennen, die rund um das Gerät über 360 Grad verteilt sind. Ein KI-Modell optimiert die Netzauswahl, um in Gebieten mit schwachem Signal oder stark ausgelastetem Netz eine bessere Leistung zu erreichen. Darüber hinaus bietet das Smartphone eine Notfallfunktion, mit der Gespräche über Bluetooth über eine relativ große Entfernung von bis zu 200 Metern möglich sind – selbst außerhalb der Reichweite eines Mobilfunknetzes.
Oppo reno 15 pro
Oppo reno 15 pro

Unterschiede zwischen dem OPPO Reno12 Pro und dem OPPO Reno12

Die Unterschiede zwischen dem Reno12 Pro und dem Reno12 fallen gering aus. Die Pro-Version bietet eine zusätzliche Porträtkamera und doppelt so viel Speicherplatz. Außerdem ist das Display des Reno12 Pro kratzfester. Bei Abmessungen und Gewicht sind die Unterschiede vernachlässigbar. Die vollständigen technischen Daten stehen in der Tabelle am Anfang dieses Artikels.

Fazit:

Für die meisten Nutzer dürfte das Reno12 eine ausgezeichnete Wahl sein. Wer jedoch viel fotografiert, erhält mit der Pro-Version dank zusätzlichem Speicher und Porträtkamera einen Mehrwert zu einem vergleichsweise geringen Aufpreis.

Preis und Verfügbarkeit

Das Oppo Reno12 und das Reno12 Pro sind bereits seit Juli dieses Jahres erhältlich. Das Reno12 kostet €549, das Reno12 Pro €649. Angesichts des Preisunterschieds zum Opp Reno 12 würden wir daher zum letztgenannten Modell greifen.

8VON 10

Fazit

Empfehlenswert – starke Wahl in seiner Klasse.

Pro

  • Bessere Kratzfestigkeit
  • Oppo 'Splash Touch'

Contra

  • Keine gefunden