Tests · Gaming
Hator Rockfall 3 Series im Test
Abel Visser · 2. Dezember 2025

Hator Rockfall 3 Series im Test
Als ich die Hator Rockfall 3 Series auspackte, hatte ich sofort den Eindruck, dass diese Tastatur keinen überflüssigen Schnickschnack braucht, um zu überzeugen. Die kompakte Form, das Gewicht und das robuste Gehäuse hinterließen einen soliden ersten Eindruck. Das ist kein leichtes Plastik-Peripheriegerät, sondern ein ernst zu nehmendes Werkzeug, das sich sofort seinen Platz auf dem Schreibtisch sichert. Trotzdem blieb ich zunächst verhalten begeistert. Hator hat sich bei erschwinglichem Gaming-Zubehör bewährt, aber eine Tastatur ist noch einmal eine andere Sache 🙂 . Wie fühlt sie sich im Alltag an? Und vielleicht noch wichtiger: Wie klingt sie, wenn man stundenlang darauf tippt?
Ich habe die Rockfall 3 Series zwei Wochen lang intensiv getestet. Hier lest ihr meine ehrlichen Eindrücke.
Technische Daten:
| HATOR | Rockfall 3 TKL Wireless |
|---|---|
| Format | Tenkeyless — 87 Tasten |
| Beleuchtung | Anpassbare Voll-RGB-Beleuchtung |
| N-Key-Rollover | Vollständig |
| Anti-Ghosting | 100% |
| Software | RGB-Einstellungen, Makros, Tasten-Neubelegung |
| Verbindung | USB, 2.4GHz & Bluetooth |
| Switches | HATOR Aurum Orange |
| Schaltercharakteristik | Linear |
| Lebensdauer | 70 Millionen Tastenanschläge |
| Auslösekraft | 38 ±10%gf |
| Vorlaufweg | 1.9 ± 0.4mm |
| Gesamthub | 4 ±0.4mm |
| Hot-Swap-Unterstützung | Ja |
| Stabilisatoren | Gasket-Mount, vorgeschmiert |
| Tastaturlayouts | ANSI, ISO |
| Beschriftung | Double-Shot, lichtdurchlässig |
| Material | Hochwertiges PBT |
| Designstil | Klassisch |
| Gehäusematerial | Vollmetall |
| Platte | Polycarbonat |
| Geräuschdämmung | Poron unter Platte und PCBA |
| Polling-Rate | 1000 Hz |
| Akku | 4000 mAh |
| Kabelloser Betrieb | Bis zu 160 Stunden |
| Ladezeit | Bis zu 8 Stunden |
| Gewicht | 943 g |
| Abmessungen | 364 x 144 x 44 mm |
| Kabel | 1.8 m, geflochten, abnehmbar, USB-C auf USB-A |
Einleitung:
Die Rockfall 3 Series ist eine Tenkeyless-Tastatur. Das bedeutet, dass der Nummernblock fehlt. Das spart Platz und macht sie auch etwas mobiler. Das Gehäuse besteht aus robustem Kunststoff mit einer Deckplatte aus Metall, und das spürt man sofort! Nichts biegt sich durch, nichts klickt billig. Die Tasten sind mit mechanischen Schaltern ausgestattet (in meinem Fall Hator Blue-Varianten), die bei jedem Anschlag deutlich hörbar klicken. Die Tastenkappen bestehen aus Double-Shot-PBT, das sich matt anfühlt und Verschleiß vorbeugt. Außerdem gibt es eine RGB-Beleuchtung, die keineswegs übertrieben wirkt: Sie lässt sich dezent einstellen, ohne dass die Tastatur zur Kirmesattraktion wird.
Das Design der Tastatur ist modern: schwarze Basis, weißes Logo, klare Linien und keine überflüssigen Medientasten oder Makrobereiche. Das Kabel ist abnehmbar (USB-C), was ich persönlich immer schätze. Ein praktischer Adapter von USB-A auf USB-C liegt ebenfalls bei, sodass sich die Tastatur ganz einfach per USB-C anschließen lässt.

Praxiserfahrung
Beim Tippen fühlte sich die Rockfall 3 Series sofort vertraut an. Der Anschlag ist leicht, reaktionsschnell und präzise genug, um zügig zu arbeiten oder zu spielen, ohne versehentliche Eingaben auszulösen. Gerade in Spielen, bei denen Präzision zählt, merkt man, dass jeder Tastendruck eindeutig registriert wird.
Die “Orange”-Switches
Die Switches erzeugen bei jedem Tastenanschlag ein helles, klickendes Geräusch – eine Art Klackern, wie man es von alten mechanischen Schreibmaschinen kennt. Manche finden das fantastisch; ich nicht immer. Während ruhiger Arbeitssitzungen oder spätabends begann es mich ehrlich gesagt etwas zu stören. Das ist natürlich Geschmackssache: Wer das klassische „Clicky“-Gefühl mag, sieht darin gerade einen Pluspunkt. Letztlich gehört es auch ein Stück weit dazu. Für mich war es gewöhnungsbedürftig, also behaltet das im Hinterkopf.
Was Hator über die Switches sagt
HATOR® Aurum Orange-Switches sind lineare mechanische Schalter, die präzise auf genaues Gaming und komfortables Tippen den ganzen Tag über abgestimmt sind. Diese ab Werk geschmierten und aus hochwertigen Materialien gefertigten Switches bieten bei jedem Tastendruck einen sanften, gleichmäßigen Anschlag – ohne Kratzen oder Wackeln. Jeder Switch verfügt über eine lange Feder für eine stabile Betätigung, einen POK-Stem für geschmeidige vertikale Bewegungen und vergoldete Verbundkontakte für eine verbesserte Signalzuverlässigkeit, selbst nach Millionen von Klicks.
Was mir sonst noch auffiel
Auch nach längeren Sitzungen fühlte sich die Tastatur angenehm an. Der Neigungswinkel ist recht flach, sodass man ohne Handballenauflage auf Dauer eine gewisse Anspannung spürt. Kleine Aufstellfüße helfen, insgesamt bleibt die Position aber ziemlich niedrig.
Bei der Verarbeitungsqualität gibt es nur Lob: kein Spiel und keine wackelnden Tasten. Trotzdem hätte ich mir etwas mehr Geräuschdämmung gewünscht – oder vielleicht eine leisere Switch-Option. Kleiner Wink mit dem Zaunpfahl, Hator ;-). Die Switches sind außerdem “Hot-Swap-fähig”, lassen sich also einfach austauschen und nach eigenem Geschmack bestücken.

Funktionen
Vollständige VIA- & QMK-Unterstützung. Damit könnt ihr die Hator Rockfall 3 mit der leistungsfähigen und flexiblen QMK-Firmware umfassend konfigurieren, ohne die Firmware erneut flashen zu müssen.
Hator gibt eine Lebensdauer von 70 Millionen Tastenanschlägen an. Bei mechanischen Tastaturen liegt sie üblicherweise zwischen 50 und 100 Millionen. Damit bewegt sich Hator im grünen Bereich, zumindest meiner Meinung nach.

Besonders erwähnen möchte ich außerdem, dass Hator auf “Double-Shot-PBT-Tastenkappen“ setzt. In Sachen Langlebigkeit und Robustheit ist das ein echter Pluspunkt! Wenn man bedenkt, wie viele Tastaturen wegen verblassender Beschriftungen ausgemustert werden, bieten Double-Shot-PBT-Tastenkappen einen klaren Vorteil: Die Buchstaben können praktisch nicht verblassen, weil das Herstellungsverfahren eine widerstandsfähige Materialschicht erzeugt, die genau das verhindern soll.
Als i-Tüpfelchen ist ein 4000 mAh-Akku eingebaut, der bis zu 160 Stunden kabellosen Betrieb für lange Sessions ermöglicht. Bei den Verbindungsmöglichkeiten stehen folgende Optionen zur Verfügung:
Kabellos per 2.4GHz
Bluetooth
USB-C (auch zum Aufladen)
RGB
Ihr seid große RGB-Fans? Dann könnt ihr euch bei der Hator Rockfall 3 richtig austoben. Für jede Taste lässt sich eine eigene Farbe aus 16,8 Millionen Farben einstellen. Ihr könnt 6 Profile erstellen und im Speicher der Hator Rockfall 3 ablegen.

Software
Wie beim Hator Hypergang gibt es keine Software zu installieren: anschließen und loslegen! Hator nutzt eine webbasierte Open-Source-Plattform. Ohne Softwareinstallation könnt ihr eure Tastatur über dieses Portal in Echtzeit nach euren Wünschen anpassen. Warum kein Softwarepaket zum Einsatz kommt, ist mir nicht ganz klar. Immerhin spart das Ressourcen auf dem Computer :). Für eine ausführliche Erklärung des Portals verweisen wir auf die Website von Hator – hier ist der direkte Link.
UPDATE: Die Software erscheint im Dezember, das wurde gerade von HATOR bestätigt. Kurz gesagt….. HATOR hört auf seine Community, und auch das ist eine Erwähnung wert.
Fazit:
Die Hator Rockfall 3 Series ist eine solide Tastatur, die sich vor allem an Gamer und Liebhaber des klassischen mechanischen Tippgefühls richtet. Sie ist robust, sauber verarbeitet und ermöglicht schnelles Tippen. Doch das Geräusch – dieses charakteristische Klicken bei jedem Tastenanschlag – macht sie nicht für jeden zur passenden Wahl. Persönlich hätte ich mir eine etwas dezentere Geräuschkulisse gewünscht. Das ändert aber nichts daran, dass die Rockfall 3 Series technisch ein solides Produkt ist. Die Verarbeitungsqualität stimmt, die Tasten reagieren tadellos und das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Keine Tastatur, die einen vom Hocker haut, aber eine, die zuverlässig tut, was sie soll. Für EUR 94,99 könnt ihr sie euch nach Hause holen!
Fazit
Empfehlenswert – starke Wahl in seiner Klasse.
Pro
- Stabile, robuste Verarbeitung
- Reaktionsschnelle mechanische Switches
- Dezente, nicht übertriebene RGB-Beleuchtung
- Abnehmbares USB-C-Kabel
- Kompaktes Format ohne unnötigen Schnickschnack
Contra
- Recht flacher Neigungswinkel, wodurch längere Schreibsessions etwas ermüdend sein können
- Keine Software für erweiterte RGB- oder Makroeinstellungen

